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FraktionFraktion im Stadtrat Dessau-Roßlau

Wir für Dessau-Roßlau

Gartenabfallverbrennung gestoppt

13.11.2009 Unter dem Titel „Dessau atmet auf” hatten wir bereits in der Vergangenheit berichtet und eine öffentliche Veranstaltung durchgeführt. Nun hat der Stadtrat von Dessau-Roßlau in seiner Sitzung am 11. November mit großer Mehrheit die Abschaffung der Brenntage zum 1. Januar 2010 beschlossen. Ein Erfolg der Vernunft aller, die jetzt fraktionsübergreifend zugestimmt haben, aber auch gerade unserer Fraktion. Seit vielen Jahren haben wir uns bemüht, dass die Stadt für das Verbrennen des Baum- und Strauchschnittes Alternativen anbietet.

In der Vergangenheit haben leider viele Grundstücksbesitzer und Kleingärtner in unserer Stadt die eingeräumte Möglichkeit der Verbrennung missbraucht und für eine allgemeine Abfallentsorgung aller möglichen gärtnerischen (Laub, Grünschnitt) und sonstigen Abfälle genutzt – preiswert und auf Kosten der Gesundheit und des Wohlbefindens ihrer Nachbarn. Alle Einschränkungen und Bedingungen der Gartenabfallverbrennung wurden dabei konsequent missachtet. Sehr zum Missfallen und zur Belastung vieler Bürgerinnen und Bürger. Aber auch Einrichtungen wie unser Krankenhaus waren betroffen. Dichte Rauchschwaden verschmutzen die Luft, belästigen Nachbarn und Anwohner, machen das Atmen schwer, unkontrollierte Beimischung ließ es manchmal zum Himmel stinken. Das wird jetzt hoffentlich der Vergangenheit angehören.

Dass einige Gartenabfälle wie Starkholz sich nicht kompostieren lassen und nicht jeder Gartenbesitzer über die entsprechende Technik wie Shredder oder Häcksler verfügt, um Baum- und Strauchschnitt kompostierfähig zu machen, wurde häufig als Argument für eine Beibehaltung der Brenntage genannt. Dass die Stadt jetzt flankierende Maßnahmen anbietet, wie etwa das Einsammeln von gebündeltem Strauch- und Baumschnitt zusammen mit der Biotonnenentsorgung oder die kostenlose Entsorgung an der ehemaligen Deponie, aber auch dass den Kleingartenanlagen nach Anmeldung angeboten wird auf einem zentralen Platz den Baum- und Strauchschnitt zu schreddern, ist der richtige Weg und wurde von uns bereits 2006 angeregt.

Wir begrüßen, dass die Mehrheit im Stadtrat bereit war, sich den offensichtlichen Problemen zu stellen und nach Lösungsmöglichkeiten zu suchen. Manchmal braucht es doch einen sehr langen Atem, um fraktionsübergreifend Mehrheiten zu finden. Letztendlich sind neben guten Argumenten, aber auch ein sachlicher Umgang miteinander Voraussetzung, um bei den politischen Kontrahenten Unterstützung für eine Idee zu finden.

Dr. Ralf-Peter Weber

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